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Gefängnisse sind blinde Flecken, die im Alltag nicht wahrgenommen werden. Wir leuchten diese dunklen Bereiche aus, denn auch sie sind Teil unserer Gesellschaft.

 

Wir sind davon überzeugt, dass die beste Prävention – und damit der Schutz und die Sicherheit der Gemeinschaft – in einer erfolgreichen Resozialisierung ihrer straffällig gewordenen Mitglieder gründet.

 

prisonwatch versteht sich daher als Brückenbauer zwischen Inhaftierten, Gefängnissen und Gesellschaft sowie als Sprachrohr derer, die keine Lobby haben.

 

Zu unseren Grundlegenden und unverrückbaren Überzeugungen gehört auch, dass die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe nicht mit dem Ausschluss aus der Gesellschaft einhergehen darf – weder während noch nach der Haft.

 

Unsere Mitglieder, Förderer und Unterstützer sind Inhaftierte sowie Gestalter aus Gesellschaft, Kirche, Politik und Wirtschaft. Wir kooperieren außerdem eng mit Verbänden und Arbeitskreisen im Bereich des Strafvollzugs sowie mit Gefangenen-Interessenvertretungen. Gemeinsam tragen wir das Wissen und die Überzeugung, dass jeder Mensch mit einer einzigartigen, unantastbaren Würde ausgestattet ist und diese auch dann nicht verliert, wenn er würdelos handelt oder behandelt wird.

 

Zu den Aufgaben von prisonwatch gehören die anwaltliche und prozessuale Unterstützung inhaftierter Mitglieder sowie die Mitwirkung bei der Ausgestaltung vollzugspolitischer Forderungen, wie die Einbindung aller arbeitenden Gefangenen in die Rentenversicherung und die Abkehr vom derzeitigen, resozialisierungsfeindlichen Arbeits- und Entlohnungsmodell.

 

Ein weiterer Bereich ist die Unterstützung von Angehörigen und Freunden inhaftierter Menschen. Diese werden oftmals grundlos mitbestraft und tragen an den Konsequenzen einer Inhaftierung des Vaters, Ehemanns, Verlobten oder Kindes.

 

Auch fördern und fordern wir den politischen und gesetzgeberischen Diskurs zum Thema Strafvollzug mit der Zielsetzung, den Haftalltag weg vom oftmals noch praktizierten bloßen Wegschließen und Verwahren der Gefangenen hin zu einem tatsächlich behandlungs- und freiheitsorientierten Vollzug zu entwickeln, aus dem heraus sozial kompetente und voll integrierte Mitglieder der Gesellschaft entlassen werden.

 

Darüber hinaus bestärken wir die Haftanstalten in ihrem Auftrag, Gefangene auf ihrem Weg in ein straffreies, sozial verantwortliches Leben in Freiheit zu begleiten – sowohl durch ehrenamtliche Tätigkeiten unserer Mitglieder als auch durch eine aktive und kritische Öffentlichkeitsarbeit.